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Es gibt eine ganze Reihe an Büchern, die früher oder später verfilmt wurden. Was ist der Reiz daran, ein Buch zu verfilmen? Oftmals liegt dieser im Reiz des Ruhms und des Geldes. Vor allem Bücher, die millionenfach verkauft wurden, eignen sich hervorragend als Vorlage für eine Verfilmung. Die Ergebnisse sind jedoch oft enttäuschend. Beim Lesen des Buches entwickelt man seine eigenen Bilder im Kopf und hat bestimmte Vorstellungen von den Darstellern und ihren Charakteren. Die Verfilmungen sind dann oftmals etwas abgewandelt von der Geschichte im Buch und Schauplätze und Darsteller sind anders, als man sich es vorgestellt hat. In vielen Fällen ist man dann enttäuscht. Hat man das Buch im Vorfeld nicht gelesen, fällt der Eindruck vom Film oft besser aus. Trotz der Kritik gibt es gute Buchverfilmungen ganz unterschiedlicher Genres.




Vom Winde verweht
Der Klassiker unter den Frauenfilmen der Buchverfilmungen. Er stammt bereits aus dem Jahre 1939, aber an diese Verfilmung von dem gleichnamigen Roman von Margaret Mitchell kommt wohl kaum ein anderer Film heran. Er ist bis heute einer der kommerziell erfolgreichsten Werke der Filmgeschichte. Der Film erhielt 10 Oscars von 15 Nominierungen und zahlreiche andere Preise. Auf jeder Top Liste erscheint dieser Film. Und muss man über die Geschichte von Scarlett O´Hara, Ashley Wilkes, Rhett Butler, Mammy und der Baumwollplantage Tara noch ein Wort verlieren? Nein, nur ganz tief seufzen.

Forrest Gump
Dieser Film ist eine Buchverfilmung der ganz anderen Art. „Ich bin Forrest, Forrest Gump!“ prägte den ganzen Film. Die Verfilmung des Buches von Winston Groom stammt aus dem Jahr 1994. Hauptdarsteller ist Tom Hanks. Der Film erhielt insgesamt sechs Oskars und drei Golden Globes. In den USA und in Deutschland war es der erfolgreichste Film des Jahres. Forrest sitzt auf einer Bank an einer Haltestelle und erzählt den wartenden Passanten in Etappen seine Lebensgeschichte, die sowohl tragisch als auch anrührend komisch ist. Begleitet wird sein Leben immer wieder durch Jenny, die die Frau seines Lebens ist und immer mal wieder in Forrests Leben auftaucht. Herzschmerz, Dramatik, Geschichte und etliche Lacher, in diesem Film ist für jeden Geschmack etwas dabei. 

Wie ein einziger Tag
„Wie ein einziger Tag“ ist eine Buchverfilmung aus dem Jahre 2004 nach dem gleichnamigen Buch von Nicholas Sparks. Der Schriftsteller ist bekannt für seine äußerst emotionalen Liebesgeschichten, die vor allem Frauen ansprechen. Die Verfilmung steht dem in Nichts nach. Die Liebesgeschichte von Allie und Noah spielt zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in den USA. Noah ist unsterblich in Ellie verliebt und beide verbringen einen wundervollen Sommer. Ihre Eltern sind gegen die Verbindung der beiden ziehen mit Allie weg und verheimlichen die Briefe von Noah. Doch Ellie und Noah finden doch zueinander. Die Geschichte spielt in einem Altersheim, in dem ein alter Mann einer alten Frau diese Geschichte vorliest. Die Frau hat Alzheimer und stellt in einem lichten Moment fest: „Allie und Noah? Das ist unsere Geschichte“. Für einen kleinen Moment sind die beiden wieder glücklich, bis Allie wieder die Erinnerung verliert. Es ist die eine Liebe des Lebens, die über den Tod hinaus weiter besteht, denn abends schlafen die Beiden nebeneinander ein und sterben.

Der Vorleser
2008 in Amerika und 2009 in Deutschland erschien der Roman „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink in den Kinos. Schon das Buch wurde zahlreich ausgezeichnet und der Film nahm somit ein großes Erbe auf. Doch diesem konnte er durchaus gerecht werden und räumt ebenfalls zahlreiche Oscars und Golden Globes ab. Der aktuelle Film handelt von einem 15-jährigen Jungen, der eine Liebesbeziehung mit einer 20 Jahre älteren Frau eingeht. Kennzeichnend sind die Stunden, in denen Michael Berg (David Cross/ Ralph Fiennes)  Hanna Schmitz (Kate Winslet) vorliest. Später stellt sich heraus, dass es sich um eine ehemalige KZ-Aufseherin handelte, die nicht lesen und schreiben kann. Hanna Schmitz kommt durch das Urteil in einem Kriegsprozess ins Gefängnis. Nach einer gescheiterten Ehe von Michael entsteht ein erneuter Kontakt zwischen Michael und  Hanna. Kurz vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis begeht Hanna Selbstmord und Michael nimmt Kontakt zu Opfern aus Hannas Vergangenheit auf. Eine ernüchternde, sozialkritische Filmstory, die fesselt.