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Kinosessel, Dunkelheit und Film ab – und dann bitte, bitte auch die Großpackung Taschentücher in Reichweite. An manchen Abenden scheint das Weinen bei einem Kinofilm ein regelrechter Plan von Frauen zu sein und ihnen auch Spaß zu machen. Aber Spaß und Weinen – passt das denn zusammen?
Die meisten Frauen würden diese Frage mit „Ja“ beantworten. Das Weinen gehört bei richtigen Liebesfilmen oder emotionalen Dramen einfach dazu. Vor allem, wenn diese richtig realitätsnah sind. Es ist kein Geheimnis, dass Frauen einen realitätsnahen Liebesfilm oder ein Drama einem Aktionsgeladenen Ballerfilm vorziehen. Sicher schauen auch Frauen den einen oder anderen Thriller beziehungsweise Aktionfilm, doch manchmal gehört weinen zu einem richtigen Kinoabend dazu.
Schön ist es, wenn man dieses Erlebnis mit seiner Freundin teilen kann und gemeinsam in der Stimmung ist, sich einem Filmdrama hinzugeben und sich emotional berühren zu lassen. Ein Mann schüttelt nur mit dem Kopf, wenn Frau sich zielstrebig einen Liebesfilm aussucht, Geld ausgibt, um dann richtig zu weinen und sich hinterher so schön befreit und gelöst fühlt. Obwohl es auch Männer gibt, die bei Kinofilmen weinen, aber eben nicht geplant.
Vielleicht liegt es an den Emotionen, die im alltäglichen Leben unterdrückt werden, die in so einer Situation hemmungslos herausgelassen werden können. Wir leben die Emotionen der Stars, empfinden diese nach und können diese unterdrückten Gefühle herauslassen, uns einfach gehen lassen. Etwas, das uns im Alltag nicht gegönnt wird. Dort müssten wir uns für jeden Träne rechtfertigen, bei einem Kinofilm können wir hemmungslos losheulen, ohne es erklären zu müssen. Und sicher gibt es Lebensphasen, in denen man empfänglicher ist für einen Wein-Film.
Dass Männer bei vielen Liebesdrama nur verständnislos mit der Stirn runzeln, verwundert kaum. Es ist erwiesen, dass Frauen wesentlich öfter weinen als Männer. Circa vier Mal soviel heißt es in einer Untersuchung, die Augenärtze durchführten, wie ein Artikel der Webseite Welt berichtet.
Manche haben richtige Lieblingsweinfilme, an den sie nur denken müssen und schon die Tränen in die Augen schießen. „Schlaflos in Seattle“ ist sicher so eine Schmonzette oder auch eine Verfilmung von Nikolas Sparks erfüllt durch seinen Zweck. Es muss ja nicht Rosamunde Pilcher sein. Den letzten Film, der mich hemmungslos zum Weinen gebracht hatte, war „Hachiko – Eine wunderbare Freundschaft“. Ab der Mitte des Films bis zum Ende fließen die Tränen so vor sich hin und die Familienpackung Taschentücher gehört hier dazu. Die Tatsache, dass es sich um eine wahre Geschichte handelt, unterstützt das Weinen wohl nur noch
Ein Zustand der auch Spaß bedeutet, denn hinterher geht es einem wieder richtig gut.