
Leni Riefenstahl, Quelle: Wikipedia
Leni Riefenstahl
Eine der ersten bekannten weiblichen Regisseurinnen war Leni Riefenstahl. Sie ist wegen ihrer Nähe zum Nationalsozialismus eine der umstrittensten weiblichen Figuren der Filmgeschichte.
Ihr wurde vorgeworfen, dass sie im Film die Ideologie Hitlers glorifizierte. Leni Riefenstahl selbst wies diese Vorwürfe zeit ihres Lebens zurück. Vielmehr beschuldigt sie sich als politische Mitläuferin. Einhergehend mit diesem Beigeschmack gerät auch ihr Werk, zu denen die Filme „Triumph des Willens“, „Siege des Glaubens“, „Tag der Freiheit! – Unsere Wehrmacht“ gehören, in einen kritischen Diskurs.
Margarethe von Trotta
Dem Frauenfilm verdient, machte sich vor allem die Regisseurin Margarethe von Trotta. Sie stand erst als Schauspielerin vor der Kamera. In den 1970er Jahren wechselte sie hinter die Kamera und führte bei zahlreichen Filmen Regie und steuerte bei einigen Kinofilmen auch das Drehbuch bei. Ihre Filme gelten als Startpunkt für den Frauenfilm mit meist frauenspezifischen Themen wie Abtreibung, Frau und Beruf und dem Selbstbewusstsein der Frau. Zu ihren bekanntesten Filmen gehören „Das zweite Erwachen der Christina Klages“ (1978), „Die bleierne Zeit“ (1981) und „Heller Wahn“ (1983).
Gitta Nickel
Gitta Nickel ist eine der wenigen Frauen, die sich als Regisseurin in der DDR einen Namen gemacht hatte. Sie produzierte seit den 1960er Jahren mehr als 60 Filme, von denen viele auch Preise gewannen. Sie widmete sich vor allem dem Dokumentarfilm. Ihre Filme sind geprägt von rührenden Geschichten, die sie eindringlich und scharf beobachtet umsetzt. Für eine solche Umsetzung braucht sie meist auch länger als ein Jahr. Dabei geht es überwiegend um den Alltag in der DDR wie etwa in „Lieder machen Leute“ oder „Wir von der ESDA“.
Doris Dörrie
Wenn man heutzutage in Deutschland an weibliche Regisseurinnen denkt, dann fällt einem zuerst Doris Dörrie ein. Sie begann ihre Karriere als Regisseurin mit Kurz- und Dokumentarfilmen, bis ihr in den 1980ern mit „Männern“ ihr Kinodebüt gelingt. Danach folgen Kinofilme wie „Keiner liebt mich“, „Bin ich schön“ oder „Nackt“. In diesen Filmen setzt sie sich immer wieder mit der Rolle der Frau, aber auch des Mannes in der Gesellschaft auseinander. Doris Dörrie prägt vor allem den Kinofilm der 1990er Jahre.
